Rüttelscheim (Quelle: Internet)
Wer über alte Brücken kraucht -
ganz sicher gute Krücken braucht
danach dichtete Herwig Haupt nach einer Idee von Susanne Schmincke:
Wenn wer auf alten Brücken kaut,
Bruch sich mit Tück' zusammenbraut,
bleibt stecken in den Lücken Kraut,
das Schlucken will nicht glücken, schaut,
wie Husten sich beim Bücken staut
und keiner auf den Rücken haut
da schreit nach seinen Krücken laut
der Ärmste, dem das Glück versaut,
wohl dem, der hier trotz Pickelhaut
entzückten Blickes Wicken klaut,
und auf das Glück des Dicken traut,
ganz zärtlich im Genick ihn krau't,
denn liebevolles Blumenpflücken
baut Leidgeprüften goldne* Brücken.
*oder blaue, siehe auch die Seite Brücken |
Wilhelm Busch
Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch, wenn man keine hat.
Der Beste muss mitunter lügen;
zuweilen tut er's mit Vergnügen.
Goethe sagt im „West-östlichen Diwan“:
Dichten ist ein Übermut,
Niemand schelte mich!
Habt getrost ein warmes Blut
Froh und frei wie ich.
Wenn des Dichters Mühle geht,
Halte sie nicht ein:
Denn wer einmal uns versteht,
Wird uns auch verzeihn
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